Publikationen, die sich einem lebendigem Judentum und moderner jüdischer Identität widmen, sind eher rar gesät. Die Romantik einer unwiderruflich verschollenen Welt lockt eher und kann ohne großartige Reflexion der Probleme und Gegebeneiten der Gegenwart sorglos aufgesogen werden.
Dass es aber auch anders geht, beweist das im Dezember erschienene Buch „Abraham war Optimist“, welches unter anderem Texte des Autors dieses Blogs enthält.

Die Fotografin Manuela Koska legt mit dem Buch einen eindrucksvollen Bildband über die jüdische Gegenwart Mecklenburg-Vorpommerns ab, der durch die beigefügten Texte jedoch mehr als nur diesen kleinen Ausschnitt jüdischen Lebens darstellt, sondern darüber hinaus große Frage aufgreift, bspw. wie es im heutigen Deutschland auch angesichts der Zuwanderung aus der ehemaligen Sowjetunion um die zu erhaltene jüdische Identität bestellt ist.
Diese Fragen werden nicht sachlich oder gar kühl analysiert, sondern lösen sich durch den Einblick in die persönlichen Lebenswelten verschiedener Gemeindemitglieder auf und werden umrahmt von der Weisheit eines Rabbiners, der frohen Herzens darüber spricht, welch persönliche Bereicherung er aus dem Judentum schöpfen kann.

„Abraham war Optimist: Rabbiner William Wolff und seine Gemeinde“ – ein unbedingter Kaufbefehl!

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