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Müde

Offensichtlich geht es hier in letzter Zeit wieder einmal etwas ruhiger zu.
Der Grund ist, dass ich momentan einfach sehr verspannt und müde bin und mir das Schreiben daher sehr schwer fällt.
Ich genieße jede freie Minute, in der ich etwas Abstand von der Psychiatrie gewinnen kann und werde gleichzeitig von tausenden Gedanken über meine Zukunft geplagt, welche letztendlich zu Angstzuständen ausarten, falsche Entscheidungen zu treffen und mein Leben nicht in dem Maße zu nutzen, wie ich es mir eigentlich erträume.
Ja, ich stecke in einem Loch. Geistig scheine ich mich auf einem recht niedrigen Niveau zu bewegen, so als lägen Anspruch und Wirklichkeit auch bei mir weit auseinander, und meine Motivation für jegliche Dinge schwindet immer mehr.
Man möge diesen Beitrag einfach als (Über)lebenszeichen werten – oder besser: als Zeichen, dass ich atme, denn das Leben habe ich mir immer anders vorgstellt.

Die Empörung über die in meinen Augen skandalöse Volksabstimmung in der Schweiz ist in der Öffentlichkeit und in der medialen Berichterstattung recht schnell abgeklungen, und so sind es eigentlich nur noch vereinzelte Kommentare in einigen Zeitungen, die diesem brisanten Thema ein paar Zeilen widmen.
Im Internet dagegen ist die Diskussion nach wie vor im Gange und scheint momentan – so zeigen es auch hier die Kommentare – mit der Frage beschäftigt zu sein, als was man das Schweizer Votum nun verstehen muss. Als Bruch mit der Religionsfreiheit?
Nein, laut Befürwortern des Verbots ist ein Minarett kein zwingend notwendiger und integraler Bestandteil einer Moschee und daher sei das Votum keine Absage an die Religionsfreiheit. Es bleibt die Frage, was das Votum denn sonst sein sollen, doch an diesem Punkt schalten sich die Unterstützer aus und scheinen nicht in der Lage zu sein, deutlich Stellung zu beziehen. Sie beharren auf der Zwecklosigkeit eines Minaretts(was ja durchaus stimmen mag), ohne aber jedoch zu erklären weshalb diese ein Verbot erforderlich machen soll bzw. inwiefern sie ein Vebot legitimiert.(Gerade wenn ein Minarett keine notwendige Funktion mehr erfüllt, sollte von ihm doch keine „Gefahr“ ausgehen)
Es scheint also berechtigt, anzunehmen, dass es sich bei dem Verbot um nichts anderes als einen Angriff auf ein islamisches Symbol handelt, mit dem sich Muslime identifizieren. Man greift bewusst ein Symbol an, um die Menschen, die sich mit ihm identifizieren, zu diskreditieren und auszugrenzen. Ein Symbol steht auch immer für die Menschen, die hinter ihm stehen.
Das Votum war also eine dumpfe Provokation und Diskreditierung einer ganzen Bevölkerungsgruppe.
Kann das den Schweizern wirklich lieber sein?

Am schlimmsten finde ich bei der ganzen Debatte, dass die Verteidiger des Votums vor allem äußerst argumentationsmüde zu sein scheinen. Islam bedeutet Gefahr und das Minarett ist eines der vielen Anzeichen dafür – fertig, aus!
Im Grunde können wir diese Situation auch auf die Deutschen übertragen, die sich ja auch nicht mit prachtvollen Moscheen abfinden wollen, gleichzeitig aber die Terrorschmiede der Hinterhof-Moschee fürchten.
Die Bemerkungen der Anwohner in diesem Video von Spiegel-Online müssen wohl nicht noch zusätzlich kommentiert werden:

http://www.spiegel.de/video/video-1035772.html

Chag Chanukka Sameach!

Ich wünsche allen ein schönes, frohes und möglichst ruhiges Chanukka-Fest!
Mit dem Glauben aus der Dunkelheit ans Licht - was uns die Chanukkia lehrt, sollte ein stetiges Lebensmotte für uns sein.
עושה שלום במרומיו הוא יעשה שלום עלינו ועל כל עם ישראל

Chanukka-Konzert

In der Gemeinde hatten die Kinder heute ihre Generalprobe für das von ihnen organisierte Chanukka-Konzert am nächsten Sonntag(13.12.2009).
Durch das Programm wird (wie soll es auch anders sein) auf Russisch geführt, aber ansonsten gefällt es mir schon recht gut, was die Kinder, oder besser gesagt die beiden Betreuerinnen in der Sonntagsschule, in das Programm aufgenommen haben. Lediglich ein russisches Lied, viele hebräische Lieder(von Maos Tzur bis Hava Nagilah), ein deutsches Lied und ein deutsches Gedicht, wobei ich mich frage, was dieses Gedicht, welches sich fragt, wie wohl ein Engel aussehen mag, mit Chanukka zu tun hat.

Ich wirke an dem Programm nicht mit, und würde altersmäßig wohl auch ein wenig aus der Reihe tanzen.
Meine Aufgabe bestand heute lediglich darin, die Synagoge aufzuschließen für eventuelle (religiöse) Fragen der Kinder bereitstehen.
Fragen wurden wie erwartet nicht an mich gerichtet, aber dafür fand ein kleines Mädchen Gefallen daran, an meinen Zizijot zu ziehen – das war wohl ihre Form der Kontaktaufnahme, um mit mir zu spielen ;)

Momentan arbeite ich an einer Art Chanukka-Haggada, die ich dann nächste Woche auf den Plätzen verteilen werde, in der Hoffnung, dass sie in dem ein oder anderem Haushalt Verwendung finden wird, was ich jedoch stark bezweifle, denn das Hauptgesprächsthema der Kinder waren ihre Weihnachtswünsche und die Enttäuschung über die mager ausgefallenen Geschenke zum Nikolaustag.
Nach dem Konzert werde ich den Familien aber dennoch anbieten, gemeinsam Dreidel zu basteln. Vielleicht kann man so ja etwas Interesse wecken….

Sollte jemand am Sonntag rein zufällig in Schwerin sein, kann er gerne ab 12Uhr zur Gemeinde kommen.


(Fenster über unserem Aron haKodesch)

PS: In den nächsten Wochen wird es hier ruhiger zugehen, da ich für zwei Wochen zu einem Zivildienst-Lehrgang muss und nur am Wochenende zu Hause sein werden. Chanukka in einer Jugendherberge….naja, warum nicht!?

Was in der Schweiz geschehen ist, muss ich wohl nicht weiter zusammenfassen, denn im Vorfeld wie auch in der folgenden Berichterstattung haben sich die europäischen Medien ausführlich mit der Volksinitiative gegen den Bau von Minaretten in der Schweiz beschäftigt und das Ergebnis derselben sollte niemandem unbekannt sein.

Der türkische Ministerpräsident bezeichnet das Ergebnis nun als ein Zeichen von Faschismus.
Gut, nun ist Erdogan durchaus für überzogene Forderungen und Bemerkungen bekannt und auch in diesem Punkt neigt er zur Dramatisierung, doch im Kern der Sache liegt er nicht vollkommen falsch, denn ein Grundpfeiler einer jeden faschistischen Bewegung war und ist stets ein ausgeprägtes Feindbild. So wie es bei den deutschen Nationalsozialisten die Juden, Sozialisten, Kommunisten und Sozialdemokraten waren, sind es in Ungarn heute ebenfalls die Juden und Sozialisten und in einem noch höheren Maße als im Nationalsozialismus die Roma. In der Schweiz, so könnte man(und das nicht nur auf Grundlage der Volksinitiative) meinen, hat man sich mit den Jahren auch einen Feind gebacken – den Muslim, oder, um es doch als bürgerlichen Ausdruck von Kritik zu verkaufen, den Islam.
Der Kabaretist Hagen Rether drückt es schon vollkommen richtig aus: Früher hieß das „Kanacken raus!“ und kam aus der Unterschicht und heute nennt das sich „Islamkritik“ und kommt von ganz oben.
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Diffamierungen

Plötzlich heißt es, ich wolle die Torah ändern. Plötzlich heißt es, ich sei ein Reformer und würde mich im Grunde genommen außerhalb der Halachah bewegen.
Nicht dass dies ein Anspruch wäre, den ich gern für mich erheben würde, sondern hierbei handelt es sich ganz einfach um Diffamierung.
Ich fühle mich nicht wirklich angegriffen, vor allem da diese wüsten Anschuldigungen mit keinerlei Argumenten belegt wurden, sondern in meinem Kopf läuft vergeblich ein Algorithmus ab, der herausfinden will, wie man a.) zu diesen Behauptungen kommt und wie man b.) verbal so sinnfrei um sich schlagen kann – im Namen eines observanten jüdischen Lebens.
Die Person, die sich ganz eindeutig der Laschon HaRa schuldig gemacht hat, und sich dieser Sünde ständig schuldig macht, ist in einer nervigen Obesession gefangen, eine Obsession, in der man permament von unzüchtiger Kleidung und unberechenbaren Missionaren verfolgt wird. Es ist eine Obsession, in der es wichtiger ist, sich zu fragen, ob die Jeans weit genug ist oder ob sie doch frommen Protest auslösen könnte als dass man sich bemüht, die Werte der Torah in sein Herz zu schreiben und in die Gesellschaft zu tragen – sei es im jüdischen Staat oder in der Diaspora.
Nein, es ist eine Obsession der Äußerlichkeiten, die von größerer Bedeutung als wahre Nächsten- und G’ttesliebe, Gerechtigkeit, Verständnis, Brüderlichkeit und Sensibilität zu sein scheinen.
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Chanukka und der Dreidel

Der Dreidel ist das jüdische Spielzeug und mit Chanukka untrennbar verbunden.
Interessant und beeindruckt ist vor allem auch, dass das Dreidelspiel nicht irgendeine neuzeitliche Erfindung ist, um Chanukka in seiner Eigenschaft als fröhliches Familienfest zu bestärken, sondern dass der Dreidel selbst ein Teil jener wunderbaren Geschichte ist, an die wir uns im Monat Kislew erinnern.

Gerade Menschen, die in keiner Verbindung zum Judentum stehen, werden mit dem Chanukka-Wunder wohl in erster Linie die Geschichte mit der Menorah im heiligen Tempel verbinden.
Obwohl das koschere Öl nur noch für einen Tag genügte, leuchtete die Menorah ganze 8 Tage bis neues Öl hergestellt und beschafft werden konnte. G’tt selbst weihte seinen Tempel also wieder ein und die Menschen wurden Zeugen eines sichtbaren Wunders – direkt vor ihren Augen. In Erinnerung an dieses Wunder entzündet für die Chanukkia, den acht- bzw. neunarmigen Leuchter und essen Sufganiot.
Chanukka ist jedoch mehr als das. Chanukka ist ein Fest des doppelten Wunders und ist für das jüdische Volk nicht nur von religiöser, sondern auch von nationaler Bedeutung.
Die Makkabäergeschichte berichtet eben nicht nur von dem Tempelwunder, sondern auch von all den Repressalien, die dem Volk Israel unter hellenistischer Fremdherrschaft das Leben schwer machten. Die Beschneidung der Jungen wurde verboten und auch das Studium der Torah konnte nur im Verborgenen stattfinden.
Aus diesem Leid heraus formiert sich unter Führung der priesterlichen Familie der Makkabäer, insbesondere unter der Führung von Jehuda haMakabi(Judas Makkabäus), Widerstand gegen die heidnische Fremdherrschaft und trotz der phänomenalen Unterzahl kommt es zu einem Sieg, woraufhin dann der geschändete Tempel geweiht wird.
Der scheinbar Schwächere gewinnt gegen den vermeindlich Stärkeren – kann unser Volk nicht ein Lied davon singen? Wie oft – gerade im 21.Jh. – sieht sich Israel einer mächtigen Überzahl gegenüber und kann dem Untergang doch immer wieder entrinnen?! Mit G’ttes Hilfe sind Wunder greifbar. Nicht umsonst nennen wir ihn „Fels Israels„.

Doch was hat das nun mit dem Dreidel zu tun?
Ich schrieb recht beiläufig, dass neben der Beschneidung auch das Studium der Torah verboten war, was die Menschen jedoch nicht abhielt, dies dennoch zu tun. Wenn nun aber seleukidische Patrouillen in der Nähe waren, versteckten die Kinder rasch die heiligen Schriften und spielten mit dem Dreidel.

Heute ist auf jeder der vier Seiten eines Dreidels je ein Buchstabe zu finden, die jeweils die Anfangsbuchstaben von Wörtern sind, die zusammen den Satz „Ein großes Wunder ist dort geschehen“ bilden – נס גדול היה שם
Das Spiel funktioniert folgendermaßen:
- Jeder Spieler legt einen Einsatz in die Kasse(Bonbons, Geld, Nüsse usw.)
- Man dreht den Dreidel und wenn er liegen bleibt(man kann das durch einen Schlag gern beeinflussen) entscheidet sich, was man bekommt
- Bei einem Nun bekommt man nichts; bei einem Gimmel gewinnt man alles; bei einem Hej gewinnt man die Hälfte der Kasse; bei einem Schin muss man etwas in die Kasse geben(man kann sich aber natürlich auch auf andere Regeln einigen)

Zur Einstimmung schon mal ein Video(wenn auch vom letzten Jahr) und eine Anleitung, um sich selbst einen Dreidel zu basteln :)

Am letzten Schabat war ein Reporter vom Radio bei uns in der Synagoge(Ausgerechnet an Schabbes…).
Da sie in dieser Woche ihren 1.Geburtstag feiert, wird es bei NDR1 wohl ein Spezial geben.

Als ich heute die Jüdische Allgemeine aufschlug, musste ich jedoch feststellen, dass er seine Fragen auch zu einem Zeitungsartikel verarbeitet hat und dass da nun plötzlich ungefragt mein Name zu lesen ist. Nun ja, es gibt schlimmere Dinge, aber eine Information wäre angebracht gewesen…

PS: Einen Tag nach dem „Interview“ wurde ich 19 und das Bild zeigt nicht das Jubiläum, sondern die Einweihungsfeier mit der Stadt- und Landesprominenz.

Der Artikel

Sinn der Kaschrut

Ein rational denkender Mensch, der in diesem Falle in der Regel auch noch Atheist sein wird, fragt sich zurecht, welchen Sinn religiöse Speisegesetze haben sollen – sei es die islamische Gesetzgebung oder die noch viel umfangreichere jüdische Kaschrut.
Vermutlich gibt es auch keinen Juden, der sich nicht schon einmal gefragt hat, warum es eigentlich ein Vergehen sein soll, ein Cordon Bleu zu essen.
Und eben dieser sich als rational denkend definierende Mensch wird als Erklärung wohl nur gesundheitliche Gründe gelten lassen, doch auf der Suche nach solchen Gründen wird wohl mit einiger Genugtuung scheitern und ein Jude, der dennoch meint, den Sinn der Kaschrut mit solchen Erklärungen rechtfertigen zu können, hat ebenso wie der Atheist nur wenig bis gar nichts über die Speisegesetze und deren Sinn verstanden.

Ein wichtiger Bestandteil des jüdischen Glaubens und eines jüdisch-praktizierten Lebens ist die Unterscheidung.
Schon in der Schöpfungsgeschichte, in den ersten Sätzen der Heiligen Schrift finden wir Zeugnisse solcher Unterscheidungen.

Da schied G’tt zwischen der Helle und dem Dunkel (1.Mose 1,4)

Und G’tt sprach: „Es werde eine Decke im Wasser drinnen und sei Scheide zwischen Wasser und Wasser!“ (1.Mose 1,6)

Und G’tt setzte sie an die Himmelsdecke, dass sie leuchten über die Erde, und um zu herrschen über Tag und Nacht und zu scheiden zwischen Helle und Dunkel. (1.Mose 1, 17-18)

Wenn man es so salopp sagen mag, kann man durchaus behaupten, dass die Schöpfung der Erde auf der Unterscheidung beruht – auf der Unterscheidung der Elemente und der Zeit.
Letztendlich schied G’tt den Schabat als heiligen Tag von den profanen Werktagen und Israel als Volk der Torah von all den anderen Völkern(Besonders in der Schabat- und Hawdalahliturgie findet dieser Gedanke Ausdruck).

Gelobt seist Du, Ewiger, unser G’tt, König der Welt, der unterscheidet zwischen Heiligem und Profanem, zwischen Licht und Finsternis, zwischen Israel und den Völkern, zwischen dem siebten Tag und den sechs Tagen der Arbeit [...]
Gelobt seist Du, Ewiger, der unterscheidet zwischen Heiligem und Profanem!

[Auch mit der Beschneidung setzen wir ein bewusstes Zeichen der Unterscheidung von den anderen Völkern.]

Mit der Kaschrut ist es nicht anders.
Wir unterscheiden zwischen „geeigneter“ und „nicht geeigneter“ Nahrung. Aber warum ein solcher Aufwand?
Der jüdische Tisch ist nicht einfach nur ein Ort, an dem man Nahrung zu sich nimmt, sondern er ist viel mehr ein Altar und der Tischherr ist sein Priester.
Im Grunde genommen hätte G’tt auch Schwein für koscher und Lamm für ungeeignet erklären können – wichtig ist einfach nur, dass es die Unterscheidung gibt.
So wie G’tt einen Unterschied zwischen sich und die Schöpfung setzte, so setzt er auch einen Unterschied zwischen die einzelnen Bestandteile seiner Schöpfung.

Ich denke, diese kurze Ausführung macht deutlich, dass es für die Kaschrut keine gesundheitlichen Beweggründe gibt und das sie auch mehr als nur ein soziokulturelles Identifikationsmerkmal(was sicherlich auch eine Rolle spielt) ist, sondern die Kaschrut gibt einem profanen, triebhaften Vorgang, nämlich der Nahrungsaufnahmen, einen nachhaltigen und allgegenwärtigen Sinn.
Denn ein jüdisches Leben, so heißt es, soll ein einziger G’ttesdienst sein.
Eine jede Handlung(und dazu gehört auch die Nahrungsaufnahme) soll g’ttgefällig sein und ist ein Dienst an den Ewigen – gerade im Chassidismus lebt man diese Überzeugung.
Um sich dieser Bedeutung der Kaschrut bewusst zu sein, gehören als fester Bestandteil Gebete und Brachot zu ihr. Wir segnen unsere Nahrung und nehmen neben der ohnehin schon erfolgten Unterscheidung von ungeeigneter Nahrung eine weitere Heiligung vor – wir bereiten uns spirituell auf einen Vorgang vor, der nun nicht mehr so profan ist, wie er für die meisten Menschen ist und wie er uns erscheinen mag.
Anschließend danken wir G’tt – nicht nur für die Nahrung, sondern auch für all die anderen Taten und Geschenke G’ttes.
Wir sind uns der ständigen Gegenwart G’ttes und der Verantwortung für unser Handeln bewusst. Wir mäßigen uns und sind dankbar.
Das Speisen war also nicht nur ein nebensächlicher, aber dennoch notwendiger Prozess, sondern es war für uns eine Zeit des Innehaltens.

Ein paar Gedanken von mir zum Thema Antizionismus.

PS: Ich war heute etwas schreibfaul. Daher das Video ;)

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